Gesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (932.1)
Gesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (932.1)
Gesetz über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel
Gesetz ü ber die Jagd und den Schutz wildlebender S ä ugetiere und V ö gel (Jagdgesetz) Vom 25. Oktober 1990 (Stand 1. Januar 2018) Der Kantonsrat des Kantons Zug, in Vollziehung des Bundesgesetzes ü ber die Jagd und den Schutz wildle bender S ä ugetiere und V ö gel (Jagdgesetz, JSG) vom 20. Juni 1986 1 ) sowie gest ü tzt auf § 41 Abs. 1 Bst. b der Kantonsverfassung 2 , * beschliesst: 1. Allgemeines
§ 1 Zweck
1 Dieses Gesetz bezweckt:
a) die Artenvielfalt und die Lebensr ä ume der einheimischen und ziehen den wildlebenden S ä ugetiere und V ö gel zu erhalten;
b) bedrohte Tierarten zu sch ü tzen;
c) die von wildlebenden Tieren verursachten Sch ä den an Wald und an landwirtschaftlichen Kulturen auf ein tragbares Mass zu begrenzen;
d) eine angemessene Nutzung der Wildbest ä nde durch die Jagd zu gew ä hrleisten.
§ 2 Staatsregal
1 Die Jagd auf dem Gebiet des Kantons Zug ist Staatsregal.
§ 3 Jagdsystem
1 Die Jagd wird nach dem Patentsystem ausge ü bt. 1) SR 922.0 2) BGS 111.1
2. Jagdberechtigung
§ 4 Jagdpatent
1 Das Jagdpatent darf nur an Bewerber erteilt werden, welche nachweisen, dass sie:
a) das 20. Altersjahr vollendet haben und nicht entm ü ndigt sind;
b) eine anerkannte Jagdpr ü fung bestanden haben;
c) Gew ä hr f ü r eine sichere Waffenhandhabung und Jagdaus ü bung bie ten;
d) eine den bundesrechtlichen Vorschriften entsprechende Haftpflicht versicherung abgeschlossen haben.
2 F ü r die Erteilung und den Entzug des Jagdpatentes ist die Direktion des In nern zust ä ndig. *
§ 5 Verweigerung und Entzug des Jagdpatentes
1 Die Abgabe des Jagdpatentes ist zu verweigern, wenn der Bewerber:
a) wegen einer strafbaren, vors ä tzlich begangenen Handlung gegen Leib und Leben, wegen einer verbotenen Handlung an Tieren oder wegen Sachbesch ä digung rechtskr ä ftig verurteilt worden ist;
b) vors ä tzlich oder wiederholt fahrl ä ssig gegen die kantonalen oder eid gen ö ssischen Jagdvorschriften verstossen hat;
c) in einem anderen Kanton rechtskr ä ftig von der Jagdaus ü bung ausge schlossen ist, aus Gr ü nden, die nach diesem Gesetz eine Verweige rung des Jagdpatentes rechtfertigen.
2 Das Jagdpatent ist zu entziehen, wenn Tatsachen eintreten, welche eine Verweigerung rechtfertigen w ü rden.
3 Die Dauer der Verweigerung oder des Entzugs richtet sich nach dem Zeit punkt, der Schwere und der H ä ufigkeit der Widerhandlungen und betr ä gt h ö chstens zehn Jahre. In leichten F ä llen kann auf die Verweigerung oder den Entzug verzichtet werden.
4 Wer f ü r f ü nf oder mehr Jahre von der Jagdaus ü bung ausgeschlossen wor den ist, hat die Jagdpr ü fung zu wiederholen.
§ 6 Jagdpr
ü fung 1 ) *
1 Der Regierungsrat erl ä sst Vorschriften ü ber die Jagdpr ü fung und w ä hlt die Mitglieder der Pr ü fungskommission. 2 ) *
2 Er kann mit anderen Kantonen Vereinbarungen ü ber die gegenseitige An erkennung der Jagdpr ü fung abschliessen.
§ 7 Jagdeinschr
ä nkung
1 Der Regierungsrat kann die Zahl der Jagdpatente im Interesse einer geord neten und massvollen Jagd beschr ä nken. 3 ) *
§ 8 Patentarten und Geb
ü hren
1 Das Jagdpatent kann erteilt werden f ü r die Jagd auf Hirsche, die Nieder wildjagd, die Winterjagd auf Wasserwild, die Winterjagd auf Haarraubwild und f ü r ausserordentliche Hege oder Reduktionsabsch ü sse.
2 Der Regierungsrat legt die Geb ü hren fest. Diese sind dem jeweiligen Ab schusskontingent anzupassen. Sie d ü rfen in ihrer Gesamtheit die ausgewie senen Aufw ä ndungen des Kantons f ü r das Jagdwesen nicht ü bersteigen.
3 Ausserkantonale Patentbewerber bezahlen einen Zuschlag von 100% der massgebenden Patentgeb ü hr.
4 Der Regierungsrat regelt die Abgabe von Tagesberechtigungen (Gastkar ten ohne eigenes Abschusskontingent).
§ 9 Beteiligung Dritter
1 Personen ohne Jagdpatent oder Gastkarte d ü rfen sich nicht aktiv an der Jagd beteiligen. 1) Delegation an die Direktion des Innern f ü r den Erlass von Vorschriften ü ber die Jagdpr ü fung sowie Abschluss von Vereinbarungen mit anderen Kantonen ü ber die gegenseitige An erkennung der Jagdpr ü fungen (§ 4 Abs. 1 Ziff. 2 der Delegationsverordnung (DelV) vom 28. November 2017, BGS 153.3 ). 2) Delegation an die Direktion des Innern f ü r die Wahl der Pr ü fungskommission f ü r J ä gerin nen und J ä ger (§ 12 Abs. 1 Ziff. 1 Bst. c der Delegationsverordnung (DelV) vom 28. No vember 2017, BGS 153.3 ). 3) Delegation an die Direktion des Innern f ü r die Beschr ä nkung der Zahl der Jagdpatente (§ 4 Abs. 1 Ziff. 7 der Delegationsverordnung (DelV) vom 28. November 2017, BGS 153.3 ).
3. Jagdaus ü bung
§ 10 Verpflichtungen des J
ä gers
1 Das Jagdpatent verpflichtet den J ä ger zur weidm ä nnischen Aus ü bung der Jagd und zur Hege des Wildes, insbesondere zur Mitarbeit bei Wildbestan desaufnahmen, Wildseuchenbek ä mpfung, Wildschadenverh ü tung und der gleichen.
2 Der Inhaber des Jagdpatentes hat dieses und die vorgeschriebenen Kontrollunterlagen bei der Jagd auf sich zu tragen und den zust ä ndigen Aufsichtsorganen auf Verlangen vorzuweisen.
3 Die Pflicht zur Vorweisung besteht auch gegen ü ber Grundeigent ü mern, P ä chtern und anderen Personen, welche an den zur Jagdaus ü bung betrete nen Grundst ü cken berechtigt sind.
§ 11 Jagdgebiet
1 Das Jagdgebiet umfasst den ganzen Kanton mit Ausnahme der Siedlungs und Schongebiete.
2 Das Betreten von Wald und landwirtschaftlichen Kulturfl ä chen zum Zwecke der Jagdaus ü bung ist gestattet.
§ 12 Jagdbare Arten
1 Jagdbar sind:
a) Rothirsch, Damhirsch, Reh, Wildschwein;
b) Feldhase;
c) Fuchs, Dachs, Edelmarder, Steinmarder, Waschb ä r, Marderhund;
d) Rabenkr ä he, Elster, Eichelh ä her, Ringel und T ü rkentaube, verwilder te Haustaube, Fasan, Stockente, Reiherente, Tafelente, Bl ä sshuhn, Kormoran.
2 Der Regierungsrat kann die Liste der jagdbaren Arten im Rahmen des Bundesgesetzes erweitern oder einschr ä nken. Er regelt den Schutz der Mut ter und Jungtiere.
3 Die Direktion des Innern kann den Abschuss des jagdbaren Wildes nach Anzahl, Alter und Geschlecht einschr ä nken. *
4 Die Direktion des Innern regelt die Abschusskontrolle. *
§ 13 Jagdzeiten
1 Die Direktion des Innern legt die Jagdzeiten innerhalb folgender Grenzen fest: *
a) Jagd auf Hirsche: 1. September bis 15. Oktober
b) Jagd auf Rehwild, auf Hasen und Fasane: 1. Oktober bis 30. Novem ber
c) Jagd auf Wildschweine: 1. September bis 31. Januar
d) Jagd auf Fuchs und Marder: 1. September bis 15. Februar
e) Jagd auf Dachs: 1. September bis 15. Januar
f) Jagd auf Wasserwild: 1. Oktober bis 31. Januar
2 Der Regierungsrat kann die Jagdzeiten zur Regulierung von ö rtlichen Ü berbest ä nden im Rahmen des Bundesgesetzes verl ä ngern. 1 ) *
§ 14 Schontage
1 Verboten ist die Aus ü bung der Jagd an Sonn und ö ffentlichen Feiertagen. Die Direktion des Innern kann weitere Schontage festlegen. *
§ 15 Jagdwaffen und Hilfsmittel
1 Der Regierungsrat regelt die Jagdmethoden und die Verwendung der zu l ä ssigen Jagdwaffen. Er erl ä sst Bestimmungen ü ber den Einsatz von Hun den sowie von Fahrzeugen und anderen Hilfsmitteln zur Aus ü bung der Jagd.
§ 16 Haftung f
ü r Sch ä den
1 Durch die Aus ü bung der Jagd d ü rfen weder Menschen noch Haustiere und andere Sachwerte gef ä hrdet oder gesch ä digt werden.
2 Die J ä ger sind f ü r alle Sch ä den, die sie oder ihre Hunde bei der Jagdaus ü bung verursachen, den Gesch ä digten gegen ü ber haftbar. 1) Delegation an die Direktion des Innern f ü r Jagdzeitanpassungen zur Regulierung von Ü ber best ä nden (§ 4 Abs. 1 Ziff. 8 der Delegationsverordnung (DelV) vom 28. November 2017, BGS 153.3 ).
4. Wildschutz
§ 17 Grundsatz
1 Der Kanton sorgt im Rahmen des ö kologischen Ausgleichs daf ü r, dass die Artenvielfalt und die Lebensr ä ume der einheimischen und ziehenden wild lebenden S ä ugetiere und V ö gel erhalten bleiben. Das Bundesgesetz ü ber den Natur und Heimatschutz 1 ) sowie das Gesetz ü ber den Natur und Land schaftsschutz 2 ) sind anwendbar. *
2 Der Direktion des Innern obliegt der Vollzug von Massnahmen zur Erhal tung und F ö rderung der Artenvielfalt und der Lebensr ä ume des Wildes im Waldareal. Die Baudirektion vollzieht entsprechende Massnahmen in den ü brigen Gebieten. Vorbehalten bleibt die abweichende Zust ä ndigkeitsrege lung gem ä ss §§ 3, 6 und 7 des Gesetzes ü ber den Natur und Landschafts schutz 3 ) . *
3 Die Gemeindebeh ö rden weisen die zust ä ndige kantonale Beh ö rde auf m ö gliche Pflegemassnahmen und notwendige Schutzvorkehren hin. In drin genden F ä llen ergreifen die Gemeindebeh ö rden selbstst ä ndig vorsorgliche Schutzmassnahmen.
§ 18 Kantonsbeitr
ä ge
1 Der Regierungsrat kann Beitr ä ge an die ausgewiesenen Aufw ä ndungen von Institutionen gew ä hren, die sich der F ö rderung gesch ü tzter Tierarten im Sinne von Art. 7 des Bundesgesetzes ü ber die Jagd und den Schutz wildle bender S ä ugetiere und V ö gel (Jagdgesetz, JSG) vom 20. Juni 1986 4 ) und dem Vogelschutz widmen. 5 ) * 1) SR 451 2) BGS 432.1 3) BGS 432.1 4) SR 922.0 5) Delegation an die Direktion des Innern f ü r Beitr ä ge an die ausgewiesenen Aufw ä ndungen von Institutionen, die sich der F ö rderung gesch ü tzter Tierarten im Sinne von Art. 7 des Bundesgesetzes ü ber die Jagd und den Schutz wildlebender S ä ugetiere und V ö gel (Jagdge setz, JSG) vom 20. Juni 1986 (SR 922.0 ) widmen, sofern die Beitr ä ge im Einzelfall Fr. 10'000.– und insgesamt pro Jahr Fr. 200'000.– nicht ü bersteigen (§ 4 Abs. 1 Ziff. 12 der De legationsverordnung (DelV) vom 28. November 2017, BGS 153.3 ).
§ 19 Bauten und Anlagen, Bodenverbesserungen
1 Wenn durch die Bewilligung einer Baute oder Anlage ausserhalb einer Bauzone die Lebensr ä ume des Wildes gef ä hrdet erscheinen, h ö rt die zust n dige Direktion das Amt f ü r Wald und Wild an, bevor sie der Bewilligung zustimmt oder diese erteilt. *
2 Besteht die Gefahr, dass durch Bodenverbesserungen aufgrund des Melio rationsgesetzes 1 ) Lebensr ä ume des Wildes beeintr ä chtigt werden k ö nnten, h ö rt das Landwirtschaftsamt vor der Ausf ü hrung das Amt f ü r Wald und Wild an. *
§ 20 Einz
ä unungen
1 Bei grossfl ä chigen Einz ä unungen m ü ssen Wildwechsel in gen ü gendem Masse offengehalten werden. Z ä une haben einen ausreichenden Abstand zum Wald aufzuweisen. In besonderen F ä llen kann die Direktion des Innern Ausnahmen gestatten. *
§ 21 Land und Forstwirtschaft
1 Land und Forstwirtschaft haben auf die Erhaltung naturnaher Lebensr ä u me f ü r das Wild R ü cksicht zu nehmen.
2 Waldr ä nder und Wild ä sungspflanzen sind zu schonen.
§ 22 Schutz gef
ä hrdeter Arten
1 Der Regierungsrat kann gef ä hrdete Wild und Vogelarten im ganzen offe nen Jagdgebiet oder in Teilen davon durch Jagdverbot, Verl ä ngerung der Schonzeit oder Beschr ä nkung des Abschusses sch ü tzen.
§ 23 Schongebiete
1 Zur Verbesserung der nat ü rlichen Bestandesstruktur und zum Schutz lokal schwacher Wildbest ä nde oder bedrohter Wildarten vor St ö rung durch den Jagdbetrieb kann der Regierungsrat Schongebiete bezeichnen.
2 In Schongebieten ist die Jagd verboten. N ö tigenfalls kann die Direktion des Innern Regulierungsabsch ü sse anordnen. *
§ 24 Schutz vor St
ö rungen
1 Der Regierungsrat erl ä sst Vorschriften zum Schutze der Wildtiere und der Jagd vor ü berm ä ssiger St ö rung. 1) BGS 923.1
2 Wenn St ö rungen in Wildeinstandsgebieten das ertr ä gliche Mass ü berstei gen und das Leben und Gedeihen des Wildes beeintr ä chtigen, kann die Di rektion des Innern das Zutrittsrecht zu solchen Gebieten zeitlich beschr n ken. *
§ 25 Halten und Aussetzen von Wildtieren
1 Das Halten und das Aussetzen von Wildtieren bedarf einer Bewilligung.
§ 26 Wildkrankheiten
1 Der Regierungsrat ordnet n ö tigenfalls Massnahmen zur Verh ü tung und Bek ä mpfung von Wildkrankheiten an. 1 ) *
§ 27 Fallwild
1 Die durch Wildwechsel gef ä hrdeten Strassenstrecken sind zu signalisieren und in Absprache mit der Direktion des Innern mit Blenden, Z ä unen oder anderen geeigneten Vorrichtungen zu versehen. *
2 Die Zust ä ndigkeit richtet sich nach den §§ 19 ff. der Verordnung ü ber den Strassenverkehr und die Strassensignalisation vom 22. Februar 1977 2 ) .
3 Um Wildtiere vor Unf ä llen zu sch ü tzen, kann die Direktion des Innern weitere Massnahmen verf ü gen. *
4 Fallwild geh ö rt dem Kanton. 5. Wildschaden
§ 28 Anpassung der Wildbest
ä nde
1 Die Best ä nde der wichtigsten Wildarten und ihre Entwicklung m ü ssen re gelm ä ssig erfasst und ihre Einwirkungen auf landwirtschaftliche Kulturen, auf den Wald und auf andere Tierarten ü berwacht werden.
2 Das Amt f ü r Wald und Wild reguliert den Wildbestand so, dass er f ü r die Landwirtschaft tragbar ist und die Erhaltung des Waldes, insbesondere seine nat ü rliche Verj ü ngung mit standortgerechten Baumarten, ohne Schutzmass nahmen gew ä hrleistet werden kann. * 1) Delegation an die Direktion des Innern f ü r Anordnungen von Massnahmen zur Verh ü tung und Bek ä mpfung von Wildkrankheiten (§ 4 Abs. 1 Ziff. 2 der Delegationsverordnung (DelV) vom 28. November 2017, BGS 153.3 ). 2) BGS 751.21
§ 29 Abwehrrecht
1 Der Regierungsrat regelt das Abwehrrecht von Grundeigent ü mern und Be wirtschaftern gegen ü ber schadenstiftendem Wild.
2 Das Amt f ü r Wald und Wild kann im Einzelfall jederzeit den Abschuss von schadenstiftendem Wild anordnen, sofern dem keine bundesrechtliche Bestimmungen entgegenstehen. *
§ 30 Wildschadenverh
ü tung
1 Der Kanton entrichtet Beitr ä ge an die Kosten von Abwehrmassnahmen zur Verh ü tung von Wildsch ä den.
§ 31 Wildschadenverg
ü tung
1 Der Kanton verg ü tet den durch jagdbares Wild verursachten Schaden an Wald, landwirtschaftlichen Kulturen und Nutztieren. Der Regierungsrat kann die Entsch ä digungspflicht des Kantons auf Sch ä den ausdehnen, wel che durch andere Wildarten verursacht werden.
2 Beteiligt sich der Bund am Ersatz von Sch ä den, welche durch gesch ü tzte Tiere verursacht werden, ü bernimmt der Kanton die Restkosten.
3 Wenn der Gesch ä digte die ihm zumutbaren Abwehrmassnahmen unterlas sen hat, kann die Entsch ä digung teilweise oder ganz verweigert werden.
4 F ü r Bagatellsch ä den werden keine Verg ü tungen geleistet. 6. Information und Forschung
§ 32 Information
1 Die Direktion des Innern sorgt daf ü r, dass die Bev ö lkerung mit den freile benden Tieren und ihren Bed ü rfnissen ausreichend bekanntgemacht und zu ihrer Schonung angehalten wird. *
§ 33 Wildforschung
1 Der Regierungsrat kann Forschungsprojekte von kantonalem Interesse un terst ü tzen.
2 Zu Forschungszwecken kann die Direktion des Innern Ausnahmen von den Schutzbestimmungen f ü r jagdbares Wild bewilligen. *
7. Vollzug und Aufsicht
§ 34 Zust
ä ndigkeiten
1 Der Regierungsrat ist zust ä ndig f ü r den Abschluss von Programmverein barungen im Sinne des Bundesgesetzes ü ber die Jagd und den Schutz wild lebender S ä ugetiere und V ö gel vom 20. Juni 1986 1 ) . *
2 Die Direktion des Innern wacht ü ber den Vollzug dieses Gesetzes sowie der gest ü tzt darauf erlassenen Ausf ü hrungsbestimmungen. *
3 Dem Amt f ü r Wald und Wild obliegt der Vollzug dieses Gesetzes und sei ner Ausf ü hrungserlasse. Vorbehalten bleibt die Zust ä ndigkeit einer anderen Beh ö rde. *
4 Dem Amt f ü r Wald und Wild sind die Wildh ü ter und die Jagdaufseher un terstellt. *
§ 35 Jagdkommission
1 Der Regierungsrat w ä hlt eine Jagdkommission, die den Jagdbeh ö rden be ratend zur Seite steht. 2 ) *
2 Diese besteht aus f ü nf Mitgliedern. Den interessierten Kreisen steht ein Vorschlagsrecht zu. Der Vorsteher oder die Vorsteherin der Direktion des Innern f ü hrt von Amtes wegen den Vorsitz. *
§ 36 Organe der Jagdpolizei
1 Zur Aus ü bung der Jagdpolizei und der Wildhut sind verpflichtet:
a) die Wildh ü ter;
b) die Jagdaufseher;
c) die Fischereiaufseher;
d) die Polizei.
2 Die Aufsichtsorgane sind verpflichtet, sich bei der Jagdaufsicht und Wild hut gegenseitig zu unterst ü tzen. Sie sind zur Vornahme polizeilicher Ermitt lungen befugt. 1) SR 922.0 2) Delegation an die Direktion des Innern f ü r die Wahl der Jagdkommission (§ 12 Abs. 1 Ziff. 1 Bst. b der Delegationsverordnung (DelV) vom 28. November 2017, BGS 153.3 ).
8. Strafbestimmungen und Schadenersatz
§ 37 Ü
bertretungen
1 Wer vors ä tzlich Bestimmungen dieses Gesetzes sowie der gest ü tzt darauf erlassenen Verordnungen und Vorschriften verletzt, wird mit Busse bis zu Fr. 20 000.– bestraft. *
2 Versuch und Gehilfenschaft sind strafbar.
3 Handelt der T ä ter fahrl ä ssig, ist die Strafe Busse.
§ 38 Ausschluss von der Jagdaus
ü bung
1 Wer wegen einer vors ä tzlichen Jagdrechts ü bertretung bestraft wird, kann vom Richter f ü r die Dauer von einem bis zu zehn Jahren von der Jagdaus ü bung ausgeschlossen werden.
§ 39 Widerrechtlich get
ö tetes Wild
1 Widerrechtlich erlegtes, get ö tetes oder beh ä ndigtes Wild verf ä llt dem Staat. Ü berdies ist dem Kanton Schadenersatz zu leisten. Kann das Wild verwertet werden, ist der Verwertungserl ö s vom Schadenersatzbetrag abzu ziehen. Der Regierungsrat erl ä sst Vorschriften dar ü ber, wie der Wertersatz f ü r die einzelnen Wildarten zu bemessen ist.
2 Wird ein Wildtier durch einen Patentinhaber widerrechtlich erlegt, wird es einem allf ä llig bestehenden Abschusskontingent angerechnet. 9. Schlussbestimmungen
§ 40 Aufl
ö sung des Wildschadenfonds
1 Mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes wird der Wildschadenfonds aufge l ö st.
2 Die vorhandenen Fondsmittel werden zur ü ckgestellt und ganz oder teil weise f ü r den Bau einer Jagdschiessanlage verwendet, sofern eine solche bis
3 Die Ende 1999 noch vorhandenen Fondsmittel fliessen in die laufende
§ 41 Aufhebung bisherigen Rechts
1 Mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes werden das Gesetz ü ber Jagd und Vogelschutz vom 26. November 1945 1 ) , ge ä ndert am 23. Dezember 1957 2 ) , sowie die weiteren widersprechenden Bestimmungen aufgehoben.
§ 42 Ä
nderung bisherigen Rechts
1 Das Gesetz ü ber die Erhaltung und Pflege von Naturschutzgebieten vom 2. September 1982 (Naturschutzgesetz) wird wie folgt ge ä ndert: 3 )
§ 43 Inkrafttreten
1 Dieses Gesetz tritt unter dem Vorbehalt des Referendums gem ä ss § 34 der Kantonsverfassung auf den 1. Januar 1991 in Kraft. Vom Eidg. Departement des Innern genehmigt am 28. Oktober 1991. 1) GS 15, 333 2) GS 17, 429 3) Gegenstandslose Ü bergangsbestimmung; das Naturschutzgesetz wurde aufgehoben durch das G ü ber den Natur und Landschaftsschutz vom 1. Juli 1993.
Ä nderungstabelle Nach Beschluss Beschluss Inkrafttreten Element Ä nderung GS Fundstelle 25.10.1990 01.01.1991 Erlass Erstfassung GS 23, 813 01.07.1993 01.01.1994 § 17 Abs. 1 ge ä ndert GS 24, 273 17.12.1998 01.04.1999 § 28 Abs. 2 ge ä ndert GS 26, 311 22.12.1998 01.01.1999 § 4 Abs. 2 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 12 Abs. 3 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 12 Abs. 4 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 13 Abs. 1 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 14 Abs. 1 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 17 Abs. 2 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 19 Abs. 1 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 19 Abs. 2 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 20 Abs. 1 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 23 Abs. 2 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 24 Abs. 2 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 27 Abs. 1 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 27 Abs. 3 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 29 Abs. 2 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 32 Abs. 1 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 33 Abs. 2 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 34 Abs. 2 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 34 Abs. 3 ge ä ndert GS 26, 191 22.12.1998 01.01.1999 § 34 Abs. 4 ge ä ndert GS 26, 191 23.11.1999 01.01.2000 § 6 Abs. 1 ge ä ndert GS 26, 471 23.11.1999 01.01.2000 § 26 Abs. 1 ge ä ndert GS 26, 471 23.11.1999 01.01.2000 § 35 Abs. 1 ge ä ndert GS 26, 471 22.12.2005 01.01.2007 § 35 Abs. 2 ge ä ndert GS 28, 635 22.12.2005 01.01.2007 § 37 Abs. 1 ge ä ndert GS 28, 635 05.07.2007 01.01.2008 § 34 Abs. 1 ge ä ndert GS 29, 337 08.03.2011 01.01.2012 § 19 Abs. 1 ge ä ndert GS 31, 77 08.03.2011 01.01.2012 § 19 Abs. 2 ge ä ndert GS 31, 77 08.03.2011 01.01.2012 § 28 Abs. 2 ge ä ndert GS 31, 77 08.03.2011 01.01.2012 § 29 Abs. 2 ge ä ndert GS 31, 77 08.03.2011 01.01.2012 § 34 Abs. 3 ge ä ndert GS 31, 77 08.03.2011 01.01.2012 § 34 Abs. 4 ge ä ndert GS 31, 77 28.11.2017 01.01.2018 Ingress ge ä ndert GS 2017/075 28.11.2017 01.01.2018 § 6 Titel ge ä ndert GS 2017/075
Beschluss Inkrafttreten Element Ä nderung GS Fundstelle 28.11.2017 01.01.2018 § 6 Abs. 1 ge ä ndert GS 2017/075 28.11.2017 01.01.2018 § 7 Abs. 1 ge ä ndert GS 2017/075 28.11.2017 01.01.2018 § 13 Abs. 2 ge ä ndert GS 2017/075 28.11.2017 01.01.2018 § 18 Abs. 1 ge ä ndert GS 2017/075 28.11.2017 01.01.2018 § 26 Abs. 1 ge ä ndert GS 2017/075 28.11.2017 01.01.2018 § 35 Abs. 1 ge ä ndert GS 2017/075
Ä nderungstabelle Nach Artikel Element Beschluss Inkrafttreten Ä nderung GS Fundstelle Erlass 25.10.1990 01.01.1991 Erstfassung GS 23, 813 Ingress 28.11.2017 01.01.2018 ge ä ndert GS 2017/075
§ 4 Abs. 2 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 6 28.11.2017
01.01.2018 Titel ge ä ndert GS 2017/075
§ 6 Abs. 1 23.11.1999
01.01.2000 ge ä ndert GS 26, 471
§ 6 Abs. 1 28.11.2017
01.01.2018 ge ä ndert GS 2017/075
§ 7 Abs. 1 28.11.2017
01.01.2018 ge ä ndert GS 2017/075
§ 12 Abs. 3 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 12 Abs. 4 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 13 Abs. 1 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 13 Abs. 2 28.11.2017
01.01.2018 ge ä ndert GS 2017/075
§ 14 Abs. 1 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 17 Abs. 1 01.07.1993
01.01.1994 ge ä ndert GS 24, 273
§ 17 Abs. 2 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 18 Abs. 1 28.11.2017
01.01.2018 ge ä ndert GS 2017/075
§ 19 Abs. 1 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 19 Abs. 1 08.03.2011
01.01.2012 ge ä ndert GS 31, 77
§ 19 Abs. 2 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 19 Abs. 2 08.03.2011
01.01.2012 ge ä ndert GS 31, 77
§ 20 Abs. 1 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 23 Abs. 2 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 24 Abs. 2 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 26 Abs. 1 23.11.1999
01.01.2000 ge ä ndert GS 26, 471
§ 26 Abs. 1 28.11.2017
01.01.2018 ge ä ndert GS 2017/075
§ 27 Abs. 1 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 27 Abs. 3 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 28 Abs. 2 17.12.1998
01.04.1999 ge ä ndert GS 26, 311
§ 28 Abs. 2 08.03.2011
01.01.2012 ge ä ndert GS 31, 77
§ 29 Abs. 2 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 29 Abs. 2 08.03.2011
01.01.2012 ge ä ndert GS 31, 77
§ 32 Abs. 1 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 33 Abs. 2 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 34 Abs. 1 05.07.2007
01.01.2008 ge ä ndert GS 29, 337
§ 34 Abs. 2 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 34 Abs. 3 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 34 Abs. 3 08.03.2011
01.01.2012 ge ä ndert GS 31, 77
Element Beschluss Inkrafttreten Ä nderung GS Fundstelle
§ 34 Abs. 4 22.12.1998
01.01.1999 ge ä ndert GS 26, 191
§ 34 Abs. 4 08.03.2011
01.01.2012 ge ä ndert GS 31, 77
§ 35 Abs. 1 23.11.1999
01.01.2000 ge ä ndert GS 26, 471
§ 35 Abs. 1 28.11.2017
01.01.2018 ge ä ndert GS 2017/075
§ 35 Abs. 2 22.12.2005
01.01.2007 ge ä ndert GS 28, 635
§ 37 Abs. 1 22.12.2005
01.01.2007 ge ä ndert GS 28, 635